Faites votre Tele

StreeTV Fribourg 2007

Gassenfernsehen

Als Techno-Nomaden ziehen wir von einem Platz zum nächsten, stellen unsere Bude auf und laden die Leute ein mitzumachen und selber eine Sendung zu gestalten. Weg vom Gedanken „ Fernsehen macht man nicht, man konsumiert es“, zeigen wir, dass jedefrau und jedermann mit diesem Werkzeug umgehen kann. Streetv erlaubt einen Blick in den Zauberkasten der Fernsehkünstler und führt Sie vom Zuschauen zum Gestalten. Ein modernes Jahrmarktvergnügen? Wer weiss….

Die Strasse als Bühne

Wer immer möchte, ist eingeladen mitzumachen und während einer Woche eine Sendung zu gestalten. Zum Abschluss laden wir alle Quartierbewohner ein zu uns heraus zu kommen auf die Strasse, sich Open Air die Sendung anzuschauen, gestaltet von Anwohnern für Nachbarn und so Fernsehen direkt zu erleben. Die Strasse wird Bühne, die Umgebung Dekor und die Sendung ein vergänglicher Spiegel des Alltags vor Ort. Leinwand und Strasse werden zum Begegnungsort. Die Strasse lebt.

Die Strasse (be)leben.

Wir sind es, die Stadtbewohner, die die Stadt be- wohnen, also be-leben. Wir sind in der Stadt und wir machen die Stadt aus. Wir, die Bewohner, gestalten sie, so wie wir denken und leben. Wir prägen sie und sie prägt uns mit ihrem kulturellen Erbe, ihren öffentlichen Plätzen und markanten Gebäuden. Strassenfernsehen lebt von der Strasse und gleichzeitig be-lebt es sie.

Gegen die Angst

Heutzutage, wo man so viel von Überwachung und Sicherheit spricht, ist es wichtig ein Projekt gegen die latente Angst zu lancieren. Was uns nur schon dadurch gelingt. dass wir unser Studio auf der Strasse, diesem potenziell als gefährlich eingestuften Ort, aufstellen - dort, wo Kommunikation, Solidarität und Interesse aneinander, kurz gesagt wo gegenseitiges Vertrauen überlebenswichtig ist. Damit wollen wir zeigen, dass diese Qualitäten, wenn sie gelebt werden, die Angst besiegen können.

Das Medium Fernsehen

Wer Fernsehen macht, muss sich bewusst sein, dass die Botschaft, die verbreitet wird, eine subjektive ist. Es ist immer eine Gratwanderung zwischen Realität und Fiktion, zwischen Traum und Wirklichkeit. Beim Fernsehen machen wird uns wieder in Erinnerung gerufen, wie anspruchsvoll guter Journalismus ist. Die Welt ist gross und komplex und was ich mit dem Fernsehbild einfange, ist immer nur ein Teil der Wirklichkeit, die mich umgibt. Je nach meinem ästhetischen, moralischen und politischen Empfinden wähle ich aus, was aufs Bild kommt und was nicht. Und beim Filmschnitt nachher stehen innerer Zusammenhang, Rhythmus und Spannungsbogen im Vordergrund und nicht die Chronologie der Ereignisse. Mit meiner subjektiv fragmentarischen Bildfolge kann und soll ich kreativ sein,. Es muss mir aber immer bewusst bleiben, dass ich damit meine eigene Befindlichkeit ausdrücke, oder anders gesagt: Es gibt keine rein objektive Botschaft. Ich manipuliere immer.

Links

appenzell art avr awards basel basicstamp beautiful leopard belluard berlin bern blog classic concert dance danse development do-it documentary documentation editing emission ethnology film fribourg geneve hid improvisation india installation interactive i^n kaleidochord kids lausanne live making of marseille max/msp medicine midi mobile multimedia music nature paris performance photos poland programming project prévention racisme reportage robot russia santé schaffhausen science softVNS software streetv synkie theatre tibet trogen tv udmx video videobass visuals wattwil workshop zürich
Creative Commons License
All content - unless otherwise noted - is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported License.
Powered by WordPress